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13.03.2017 | Oberwesel

Herbert Jäckel erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

Fotos: Werner Klockner

Am Dienstag, 07.03.2017, war der Rathaussaal anlässlich einer besonderen Ehrung festlich geschmückt: im Auftrag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer erhielt Herbert Jäckel aus den Händen von Staatssekretär Salvatore Barbaro das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Bungert würdigte Staatssekretär Barbaro in seiner Festansprache die herausragenden Verdienste des Architekten und Baumeisters Jäckel rund um den Denkmalschutz und den Erhalt des historischen Erbes der Stadt Oberwesel. Barbaro stellte insbesondere heraus, dass die Oberweseler Stadtmauer zu den Glanzstücken des Welterbetals gehört, was zu einem großen Maß Herbert Jäckel zu verdanken ist. Prof. Wolfgang Brönner, langjähriger Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Hans-Josef Bracht, Vizepräsident des Landtages Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der CDU Rhein-Hunsrück, Walter Weiler, Vorsitzender des Bauvereins, Thomas Bungert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel, Dr. Marlon Bröhr, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises und Marius Stiehl, Erster Beigeordneter der Stadt, schlossen sich den Glückwünschen an.
Stiehl hob insbesondere hervor, welch wichtige Aufbauarbeit in und um Oberwesel Herbert Jäckel nach dem Krieg als Fachmann des Baus leistete, damit die Oberweseler sich wieder in ihrer Heimatstadt wohlfühlten. Außerdem erwähnte der Erste Beigeordnete, welchen Dienst der heute 93-jährige der Stadt erwies, als er 1979 beim Brand des städtischen Gaswerks durch sein beherztes Eingreifen eine unvorstellbare Katastrophe verhinderte. Die teilweise Wiederherstellung und Restaurierung der Stadtmauer mit den Türmen sei schließlich die Kür seiner Schaffenskraft.
Herbert Jäckel hielt anlässlich seiner Ehrung eine beherzte Rede zum Erhalt des kulturhistorischen Erbes und ermutigte zugleich alle Oberweseler, insbesondere die junge Generation, sich im Ehrenamt zu engagieren und sich für die Gesellschaft einzusetzen. „Aber was das anbetrifft, sei die Welt in Oberwesel ja noch in Ordnung“, so der Ehrenvorsitzende des Bauvereins. Jäckel dankte zugleich der Familie Haub, denn ohne die oftmals großzügige finanzielle Unterstützung, wäre die Realisierung mancher Projekte nicht möglich gewesen.