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7.08.2017 | Oberwesel

Einhäusigkeit rückt näher

Die Zusammenlegung der beiden Standorte der Loreley-Kliniken in Oberwesel ist einen Schritt näher gerückt. Denn das Land Rheinland-Pfalz hat zusammen mit den Kostenträgern und der Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel beim Bundesversicherungsamt in Berlin einen Antrag auf Förderung im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds gestellt. Mit 22 Millionen Euro aus diesem Fonds soll die Ein-Standort-Lösung in den kommenden Jahren realisiert werden. Marion Christian und Lejla Salihagic, die beiden Geschäftsführerinnen der Loreley-Kliniken, sind überzeugt, dass dieser Antrag sehr gute Chancen hat, sollen mit den Mitteln des Krankenhausstrukturfonds (der Name sagt es bereits) doch gerade strukturelle Veränderungen in Kliniken gefördert werden. Und da ist die Ein-Standort-Lösung, „mit der wir unsere Kräfte bündeln und Vorhal-tekosten senken können“, so Christian und Salihagic, sicherlich ein bei-spielhaftes Projekt.

Dass die beiden Klinik-Standorte St. Goar und Oberwesel aus wirtschaftlichen Gründen zusammengelegt werden müssen und dies aufgrund der schlechten Bausubstanz in St. Goar nur in Oberwesel Sinn macht, das steht seit längerem außer Frage. Dieses Projekt zu realisieren, wird nun, wenn der Antrag vom Bundesversicherungsamt genehmigt wird, deutlich einfacher. Deshalb sind auch die Gesellschafter – das sind die Marienhaus Unternehmensgruppe, die Städte St. Goar und Oberwesel und die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel – froh und dankbar, dass das Land den Förderantrag beim Bundesversicherungsamt gestellt hat; denn die Ein-Standort-Lösung ist ein wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung der wohnortnahen medizinischen Versorgung und trägt wesentlich zum Erhalt der 350 Arbeitsplätze bei.

Am Standort Oberwesel soll, so sehen es die Planungen vor, durch An- und Umbaumaßnahmen ein Krankenhaus mit 183 Betten entstehen. Das Haus wird auch in Zukunft über eine internistische und eine chirurgische Abteilung verfügen und Platz bieten für die Fachklinik für Muskuloskeletale Medizin, die weit über Rheinland-Pfalz hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießt und heute zu großen Teilen in St. Goar angesiedelt ist.

Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, dann können die Baumaßnahmen im kommenden Jahr beginnen.