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8.01.2018 | Oberwesel

Neujahrsempfang der Stadt Oberwesel am Sonntag, den 07.01.2018 füllte das Kulturhaus trotz Hochwasser

Foto: v.l.n.r.: Herr Anton Heinrich Hütte, Erster Beigeordneter Marius Stiehl, Bürgermeister der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel Thomas-Bungert, Weinhex Anna die II., Oberweseler Prinzenpaar Prinzessin Carmen II, von Liebfrauen und der Zehnergass, Fürstin der Glitter Girls und edles Steuerfach-Ass und Prinz Philipp I, zweiter Bagger vom Meilenstein, Herrscher über Krotze, Splitt und Pflasterstein, Stadtbürgermeister Jürgen Port und Beigeordnete Konny Hoffmann

Stadtbürgermeister Jürgen Port zog Bilanz und bot einen Ausblick auf das neue Jahr 2018

Wie lebendig es in 2017 in Oberwesel zuging und welche Herausforderungen und Chancen sich für 2018 auftun, zeigte einmal mehr Stadtbürgermeister Jürgen Port in seiner Ansprache anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt auf. Dabei ging er zunächst auf das globale Geschehen ein: „Glaubt man den Demoskopen, sind wir Deutschen zufrieden wie noch nie seit 1990 und wirtschaftlich stehen wir sogar so gut da, wie wir noch nie gestanden haben. Eigentlich müssten wir doch dann voller Zufriedenheit und Zuversicht in die Zukunft blicken. Dieses Gefühl will sich bei mir nicht so richtig einstellen, denn ein Blick über unsere Grenzen, in die Welt, lässt erkennen, dass dort so manches im Argen zu liegen scheint“, beginnt Stadtbürgermeister Jürgen Port seine Rede. „Scheinbar ist die vertraute Welt eine ganz andere geworden. In der EU sind uns die Briten abhandengekommen. Länder wie Russland und die Türkei zeigen uns täglich, wie wertvoll die Meinungsfreiheit hier bei uns ist. Die Lage in Syrien und Vorderasien ist sehr instabil und die Terrormiliz IS bedroht die ganze zivilisierte Welt. Und dann sind da noch die USA mit einem neuen Präsidenten, der einen, nun ja eigenwilligen Stil verfolgt. Ihn zeichnet seine Unberechenbarkeit aus und „America First“ ist die Maxime seiner Politik. In Europa gewinnen die Rechten zunehmend an Zustimmung und statt Grenzen abzubauen werden wieder Zäune und Schlagbäume an verschiedenen Binnengrenzen der EU errichtet“, fährt er fort.

Auch in Deutschland hat sich in 2017 einiges getan. Viermal wurden in diesem Jahr Bürger an die Wahlurnen gerufen. Die wohl wichtigste dieser Wahlen, die für den Bundestag, liegt über drei Monate zurück. Auch wenn es die Demoskopen gerne anders haben wollten, der Ausgang dieser Wahlen war keineswegs vorhersehbar. Damit umzugehen scheint für die Politiker nicht so einfach zu sein, wie das Scheitern einer sogenannten Jamaika-Koalition uns vor Augen geführt hat. GroKo oder KoKo sind die beherrschenden Schlagworte der letzten Wochen. Bleibt zu hoffen, dass nun bald eine erfolgreiche Regierungsbildung erfolgt, denn wir brauchen eine handlungsfähige Regierung und Europa ein stabiles Deutschland. Neuwahlen sind keine Option und wären ein Armutszeugnis für die Demokratie. Der Wähler hat sein Votum abgegeben und nun liegt es an den gewählten Politikern, dieses Wählervotum nicht zu ignorieren, sondern umzusetzen.

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“, zitierte Stadtbürgermeister Jürgen Port Johann Wolfgang von Goethe, dem dieser Satz zugeschrieben wird. „Wenngleich sich negative Erfahrungen evolutionsbedingt sehr viel effektiver im Gehirn verankern als positive, so kann ich doch bilanzierend feststellen, haben die Hochs bei Weitem die Tiefs in unserer Stadt übertroffen. Einmal mehr zeichnet sich dafür das bürgerschaftliche Engagement verantwortlich, das in seiner Vielfalt das gesellschaftliche Leben ganz entscheidend prägt. Es ist das Fundament, auf dem sich Oberwesel entwickeln und die Lebensqualität steigern kann. In dem Sie sich in den unterschiedlichsten Vereinen, Gruppierungen und Verbänden einbringen und engagieren, tragen Sie alle zu einer erfolgreichen Entwicklung in unserer Stadt bei. Dass Sie dies ausgiebig tun, lässt sich an vielen Beispielen belegen, von denen ich nur einige Wenige benennen kann, dies würde sonst den zeitlichen Rahmen sprengen. Deshalb bedanke ich mich vorweg ganz herzlich bei Ihnen allen dafür.

Beispielgebend und vor allem vorbildhaft ist dabei stets das Engagement unserer Ehrenbürger Margot und Anton Heinrich Hütte zu benennen. Auch im 16. Jahr der Kulturstiftung Hütte ist Ihre Schaffenskraft und Ihr Einsatz unvermindert hoch. Zielstrebig und mit einer sehr glücklichen Hand haben sie dabei den Wechsel in der Leitung des Kulturhauses und des Museums gemeistert. Mit Reinfriede Scheer für den Bereich von Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit und Hans Peter Schmitt für den kaufmännischen Bereich hat sich ein neues Führungsteam gefunden, das Sie mit viel Begeisterung und Einsatzbereitschaft unterstützt. Wie intensiv die Arbeit des Vorstandes ist lässt sich, glaube ich, gut an einer Zahl ablesen. Seit Bestehen hat sich der Stiftungsvorstand am 13.11.2017 zu seiner 100. Sitzung getroffen. Ich glaube, jeder, der Vereinsarbeit betreibt, kann sich gut vorstellen, welcher zeitliche Aufwand dahintersteht. Allen Vorstandsmitgliedern ein herzliches vergelts Gott. Dabei ist Herr Hütte aber auch stets für Überraschungen gut. So hatte er anlässlich der Jubiläumssitzung mal soeben bekannt gegeben, dass er das Stiftungskapital der Kulturstiftung Hütte um 300 Belimo Aktien erhöht habe. Klingt erst mal ganz harmlos 300 Aktien, doch wenn man weiß, dass der Kurs einer einzigen Aktie bei rund 4.250 Schweizer Franken liegt, kann man schnell ausrechnen, das das Stiftungskapital mit dieser Transaktion mal grad so um über eine Million Euro gewachsen ist. Damit ist die Stiftung in ihrer Stabilität gesichert, was letztendlich allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt zugute kommt. Danken möchte ich mit einem Zitat von Vorstandsmitglied Christoph Vickus, der bei der 100. Sitzung formulierte: „Es ist ein Segen, nicht nur für die Stadt, dass Oberwesel die Kulturstiftung und den Förderkreis Hütte hat!“ Ich glaube, ich spreche in Ihrer aller Namen, wenn ich sage: dem können sich alle heute Abend hier nur anschließen.

Danken darf ich aber ganz besonders, und das Stichwort ist gerade gefallen, der Initiatorin des Förderkreises Oberwesel, Frau Margot Hütte. 2008 hat sie ihn als ihre private Initiative gegründet. Dabei hatte sie sich zum Ziel gesetzt, gemeinnützig tätige Vereine und Einrichtungen der Stadt Oberwesel finanziell zu fördern und zu unterstützen. Die jährlich zur Ausschüttung stehende Fördersumme belief sich dabei auf 20.000 Euro. Der Schwerpunkt lag auf Projekten für Kinder und Jugendliche. Nunmehr mit dem Ende der zehnjährigen Laufzeit haben Sie, liebe Frau Hütte, eine beachtliche Bilanz aufzuweisen. Insgesamt 238 Anträge und damit Projekte wurden von Ihnen positiv beschieden und fanden die Unterstützung durch den Förderkreis. Neben einer Vielzahl von Vereinen, Verbänden, kirchlichen Einrichtungen, der Schule und das Loreley-Zentrum wurde auch der Jugendaustausch mit unserer Partnerstadt Chablis gefördert. Ganz, ganz herzlichen Dank dafür und ich hoffe sehr, dass Ihre Gesundheit es zulässt, dass Sie und Ihr Mann noch lange Jahre für die Stiftung und damit für unsere Stadt Oberwesel aktiv sind“, hält Stadtbürgermeister Port abschließend fest.

Sehr erfolgreich aktiv war im vergangenen Jahr einmal mehr treuhänderisch für die Stadt der historische Bauverein. Er konnte die Restaurierung des Beck-Böhmer-Wehrturms und des Stadtmauerabschnittes zwischen Koblenzer Torturm und Ochsenturm abschließen. Mit dieser rund 150.000 Euro teuren Maßnahme sind alle größeren Bereiche der Stadtmauer und der Wehrtürme saniert. Nunmehr liegt die Hauptaufgabe im Unterhalt und der Pflege. Ein entsprechender Pflegeplan ist, mit der Denkmalbehörde abgestimmt, bereits entstanden und die Stadt hat 15.000 Euro für den jährlichen Pflegeaufwand etatisiert. Die Vereinsmitglieder können stolz auf das Geleistete zurückblicken, wenn sie in diesem Jahr unter ihrem Vorsitzenden Walter Weiler und mit dem Ehrenvorsitzenden Herbert Jäckel ihr 25-jähriges Bestehen feiern. „Ohne Sie und Ihr Engagement hätte die Stadt dieses historische Erbe nicht erhalten können“, resümiert der Stadtbürgermeister.

Dank geht an Regionalkantor Lukas Stollhof, der es in Rekordzeit geschafft hat, die notwendigen Mittel für die Renovierung der Eberhardt/Klais-Orgel in der Liebfrauenkirche zusammen zu bekommen. Mit seinen mittlerweile vier Chören trägt er ganz wesentlich dazu bei, dass die Kirchenmusik in Oberwesel einen Stellenwert hat, der weit über die Stadt hinaus strahlt. Man spürt in den Konzerten die Freude, die er an der Musik hat und seine Begeisterung springt regelmäßig auf die Mitwirkenden und Besucher gleichermaßen über. Kein Wunder, dass er sich nun der Renovierung der Klais-Orgel in der St. Martin-Kirche verschrieben hat, die nach einem massiven Schimmelbefall stillgelegt werden musste.

„Bistum hat Probleme über Jahre ausgesessen“ titelte die Rheinzeitungsredakteurin Denise Bergfeld in ihrem Kommentar zum Bericht über den Schimmelbefall in der Martinskirche. Und weiter schrieb sie: Schimmel, Statikprobleme, Sanierungsstau. Die stadtbildprägende Martinskirche: geschlossen. Der große Saal des katholischen Jugendheims: geschlossen. Die Heilig-Kreuz-Kirche im Oberweseler Stadtteil Dellhofen geschlossen. Die Probleme mit den Immobilien der katholischen Kirche in Oberwesel häufen sich.“ Zitat Ende.

„Sie beschrieb damit sehr treffend die Situation, mit der auch die Stadt im August letzten Jahres konfrontiert wurde. Die Kirche sieht sich selbst nicht in der Lage, den großen Sanierungsstau abzuarbeiten, sondern vielmehr sieht sie die Zivilgemeinde in der Verantwortung, Orte der Begegnung zu schaffen. Nun, die Martinskirche ist zwischenzeitlich wieder geöffnet und dem Orgelproblem hat sich, wie dargestellt, in erster Linie unser Regionalkantor verschrieben. Dennoch werden wir um die Überlegungen zur künftigen Nutzung des Gotteshauses nicht herum kommen, da nach Ansicht der Kirchenoberen die Liebfrauenkirche ausreicht, um alle Gottesdienste zu feiern. Im katholischen Jugendheim wurde die einsturzgefährdete Decke entfernt und nun kann es wohl wenigstens wieder temporär genutzt werden. Aber auch dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine dauerhaft belastbare Lösung für die Sanierung und den Unterhalt gefunden werden muss. Einen Baubedarf für die Sanierung der Heilig-Kreuz-Kirche Dellhofen hat der Bischöfliche Generalvikar klar abgelehnt, da man in der neu zu bildenden „Pfarrei der Zukunft“ keine Notwendigkeit für ein Filialkirchengebäude sieht. Ob es andere Möglichkeiten des Erhalts des Gebäudes gibt, gilt es zu prüfen und gegebenenfalls durch ein nachhaltiges Nutzungskonzept zu unterlegen“, so Jürgen Port. Die Stadt werde sich positiven Entwicklungen nicht verschließen, wenngleich der Eigentümer erst mal in der Verantwortung stehe und seinen Beitrag aufzeigen sollte. Zu einem ersten Treffen einer Arbeitsgruppe für die Kirche in Dellhofen und den Martinsberg hat die Pfarreiengemeinschaft für den 17. Januar eingeladen.

Spannend sei auch die Frage nach der Zukunft der Verbandsgemeinde. Nachdem seit nunmehr 2011 das Damoklesschwert einer Fusion schwebe und seit dieser Zeit Gespräche nach allen Richtungen geführt wurden, scheint es nun langsam ernst zu werden, will man einer vom Land bestimmten Zwangsfusion entgehen und die sogenannte „Hochzeitsprämie“ von zwei Millionen Euro einstreichen. War man noch im Frühjahr von einer Partnerschaft auf Augenhöhe mit der Verbandsgemeinde Rheinböllen ausgegangen, wendete sich das Blatt schnell, als diese Verhandlungen mit der vom Land favorisierten Verbandsgemeinde Simmern aufnahm und zum Erfolg führte. Es bleiben demnach nur noch die Verbandsgemeinde Emmelshausen und die Einheitsgemeinde Boppard als Fusionspartner. Nichtsdestotrotz hat sich der Stadtrat von Oberwesel einstimmig für eine neue Verbandsgemeinde entlang des Rheines, also auch rheinaufwärts ausgesprochen, während alle anderen Kommunen der VG für Emmelshausen votierten. Da sich im Verbandsgemeinderat keine Mehrheit für eine Bürgerbefragung fand, wurde ein Bürgerbegehren eingereicht, dem der Verbandsgemeinderat zustimmte. Nunmehr sind am 11. März alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, über dieses abzustimmen. Die Fragestellung, über die es mit Ja oder Nein abzustimmen gilt, lautet: „Sind Sie dafür, dass die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel zunächst ausschließlich mit der Stadt Boppard Fusionsverhandlungen mit dem Ziel der Bildung einer neuen Verbandsgemeinde führt?“ Findet dies eine Mehrheit, wird also erst mit der Stadt Boppard verhandelt und sollte dies nicht gelingen, im Anschluss mit der Verbandsgemeinde Emmelshausen. Keineswegs ist es so, wie der Wochenspiegel unter dem Titel „Oberwesel begehrt auf“ in seinem Jahresrückblick schrieb: „Über den Wunschpartner dürfen die Bürger der VG am 11. März 2018 abstimmen“. Hier sei noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, denn am Ende entscheidet nach wie vor der Verbandsgemeinderat und dort jedes einzelne Mitglied nach seinem freien Gewissen. „Aus dem Ergebnis der bisherigen Verhandlungen mit beiden Kommunen und mehreren Gesprächen mit den Verhandlungsführern, Dr. Walter Bersch und Peter Unkel, kam ich für mich zu dem Schluss, dass ein Zusammenschluss mit Emmelshausen zielführender und realistischer ist. Ausschlaggebend für mich ist dabei die Entwicklung in Oberwesel und in unserem Rathaus. Mit Boppard wurde mir klar signalisiert, dass eine Verwaltung in Oberwesel keine Zukunft hat, in Emmelshausen hingegen sieht man Möglichkeiten neben Bürgerbüro auch Fachabteilungen in Oberwesel zu etablieren. Ein weiterer Leerstand in unserer Innenstadt wäre vermieden und ein gewisser Bürgerservice gewährleistet. Bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen ausgehen, eine Zwangsfusion wäre letztlich die schlechteste Option, und dies sollte jeder auch bei seiner Stimmabgabe bedenken“, endet der Stadtbürgermeister zum Thema.

Die Innenstadt sei einem ständigen Wandel unterworfen, Geschäfte und Restaurants bzw. Hotels öffnen neu, dafür schließen andere ihre Türen. Als Stadt ist es schwer, darauf Einfluss zu nehmen, dennoch will man steuernd eingreifen und die Innenstadtentwicklung beeinflussen. Sachverstand gibt CIMA, das Kompetenzzentrum für Stadtentwicklung im gesamten deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, ein speziell an den Bedürfnissen und den Voraussetzungen in Oberwesel ausgerichtetes Konzept zu erstellen. Parallel dazu sei man aufgefordert, in ein neues Programm der Stadtsanierung einzutreten, um neben der Privatförderung für öffentliche Ordnungsmaßnahmen und Projekte - „Stichwort Jugendheim“ - Fördergelder zu generieren. Jürgen Port ist zuversichtlich, gemeinsam mit dem Gewerbeverein, der in den kommenden Wochen einen neuen Vorstand wählt, die fruchtbare Zusammenarbeit fortsetzen und zukunftsträchtige Entwicklungen anstoßen zu können. „Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dem scheidenden Vorsitzenden Roland Schmelzeisen, der maßgeblich in den vergangenen Jahren die Entwicklung des Vereins geprägt und sich unerlässlich für die Belange des Einzelhandels und Gewerbes in unserer Stadt eingesetzt hat“.

Vieles wurde in 2017 bewegt und fortentwickelt, 2018 gelte es daran weiter zu arbeiten. Im Gewerbegebiet Tuchscheren wurde der erste Bebauungsplan zur Planreife gebracht; die Baugenehmigungen für zwei Fachmärkte und den ALDI Discounter erfolgen in Kürze. Die Entwicklung des Bolzplatzes und des südlichen Abschnittes stehen als nächstes an. Der Austausch der Betonpflasterfläche der K 93, Koblenzer Straße, im Mai letzten Jahres auf der Ebene des Landkreises beschlossen, soll nun vor Ostern, so die Witterung es erlaubt, erfolgen. In den Loreleykliniken wurde mit dem Umbau der Küche in den internen Betriebsabläufen schon mal der Startschuss für die Einstandortlösung gegeben. Für die große Gesamtbaumaßnahme, also wenn die Bagger rollen und damit für jedermann nach außen sichtbar, soll dieser bis Ende des Jahres erfolgen. Mit dem Kolpinghaus auf Schönburg hat die Stadt den Auflösungsvertrag abgeschlossen. 300.000 Euro Altschulden wurden in diesem Zusammenhang von den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt abgelöst. Der Vertrag für die Folgenutzung durch die Gebrüder Hüttl steht kurz vor dem Abschluss. Neben dem Günderodehaus wurde das Rondell neugestaltet. Für den geplanten Anbau an das Filmhaus hat die Investorin mehrere Varianten geprüft, eine Realisierung des Bettenhauses mit Vinothek und Filmraum ist für dieses Jahr angedacht. Mit dem Neubau des Multifunktionsspielfeldes am Tennisplatz wurde begonnen und die Einweihung der neuen Anlage ist für den Mai vorgesehen. Die Anlegung eines Fußweges entlang der K 93 zur Anbindung des Neubaugebietes auf Fasel ist erfolgt. In diesem Jahr sollte die Planung für den der Ausbau der Straße und der Wege im Bereich des Minoritenklosters erfolgen, nachdem die öffentliche Widmung der Flächen vollzogen wurde. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde in Dellhofen der Umbau der ehemaligen Bushaltestelle abgeschlossen. Die Umsetzung der Planung an der Kirche steht in Abhängigkeit mit der Freigabe einer Teilfläche durch das Bistum, sodass in 2018 verstärkt die Umnutzung des Sportplatzes zum multifunktionalen Freiraum vorangetrieben werden soll. In Langscheid stehen als erstes die Fortführung der Planung eines Neubaugebietes und der Anbau des Feuerwehrgerätehauses auf der Agenda. Themen wie die Bahnumfahrung, den Breitbandausbau, die Rheinufergestaltung oder die BUGA 2031 sparte der Stadtbürgermeister fast aus, merkte jedoch an, das diese den Rat und Verwaltung bereits jetzt sehr stark beschäftigen.

Langscheid mit 90 Jahren Feuerwehr, 40 Jahren Freundschaft mit Langscheid-Sorpe und 10 Jahren Theatergruppe konnte gleich dreimal ausgiebig feiern, was nicht nur die Stadtteilbewohner ausgiebig genossen. 90-jährigen Geburtstag feierte auch das Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel mit einem originellen und vielfältigen Jahresprogramm. Besonderen Grund zu feiern hatte der Sportverein, die SV Vesalia 08, die nach 62 Jahren mit einem Last Minute-Tor in der Verlängerung des Entscheidungsspieles den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Gefeiert wurde die Einweihung der Skulptur „Glück“ am Vorplatz Pfropfenzieher und des Oberweseler Fastnachtsdenkmals am Rathaus. Beides wichtige Denkmäler, die bedeutende Abschnitte der Stadthistorie präsentieren. Mit dem Mittelrheinstrand brachte Timo Ahrens für einige Monate Beachfeeling und eine tolle Location zum Feiern und Genießen in die Rheinanlagen. So erfolgreich, dass an der Fortsetzung schon eifrig geplant wird. Eine Fortsetzung erlebt auch die von den Oberweseler Jungwinzern ins Leben gerufene Weinwanderung „Oelsberg pur….Natur erleben, Weine genießen“, den 19.08.2018 bitte vormerken. Genau eine solche Veranstaltung hat in Oberwesel noch gefehlt, wie der große Zuspruch bei der Premiere verdeutlichte. Einheimische wie Touristen aus Stadt und Region genießen ein solches Fest gleichermaßen und es macht Oberwesel und den Wein populärer. „Ich bin den Jungwinzern daher sehr dankbar für dieses Engagement und darf Ihnen versichern, dass Sie mit meiner Unterstützung stets rechnen können. Diese Versprechen gebe ich aber für alle, die sich einbringen in das gesellschaftliche Leben unserer Stadt und es durch ihre vielfältigen Aktivitäten in den unterschiedlichen Bereichen, sei es in den Vereinen und Verbänden, den Nachbarschaften, Handwerk, Handel und Dienstleistung, den Räten und Ausschüssen, gestalten und bereichern“, ergänzte der Stadtbürgermeister.

Anschließend dankte er den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information, der Stadtverwaltung und den Mitarbeitern des Bauhofes sowie den Abteilungsleitern der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel für ihre Arbeit in 2017. Stadtbürgermeister Jürgen Port schloss seine Rede mit einem Zitat des US-amerikanischen Schriftstellers Hal Borland: „Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“ Er wünschte den Anwesenden Weisheit, um die Herausforderungen des neuen Jahres gut zu bestehen und allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.