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Das geistliche Oberwesel Drucken E-Mail

ImageDie Kirchen und Klosterruinen können uns heute noch ein Bild davon vermitteln, welche große Bedeutung Kirchen und Kleriker im Mittelalter für die Menschen in der Stadt hatten.


1308 wurde mit dem Bau der heutigen Liebfrauen, auch "Rote Kirche" genannt, begonnen.
Besonders zu erwähnen, der Chor als liturgischer Raum der Stiftsherren ist durch denLettner, einem Kleinod gotischer Maßwerksarbeit, vom Langhaus getrennt. Im Hochchor steht der Goldaltar. Er ist einer der frühesten und wertvollsten Schnitzaltäre des Rheinlandes. Die mächtige Barockorgel wurde 1740-1745 von Meister Eberhardt gebaut und später mehrfach ergänzt.
Textauszug aus "Eine Zeitreise durch Oberwesel", zu erhalten beim Verkehrsamt zum Preis von 9,95 Euro

 
Das wehrhafte Oberwesel Drucken E-Mail

"Von den zahlreichen altersgrauen Städtchen, die sich im Tal des Mittelrheines auf schmalem Ufersaum aneinanderreihen, zeigt kein anderes ein so eindruckvolles, noch ganz vom Mittelalter beherrschtes Stadtbild wie Oberwesel..." dies stellte bereits 1922 der Konservator Prof. Dr. Edmund Renard fest.


Von ursprünglich 21 Wehrtürmen entlang der Stadtmauer sind heute noch 16 Türme erhalten. Der Bauverein Historische Stadt Oberwesel ermöglichte es einen weiteren Teil der rund 3 km langen Stadtmauer begehbar zu machen. Vom Hotel "Goldner Pfropfenzieher" vorbei an der Wernerkapelle bis zum Schaarplatz können Besucher auf der Mauerkrone den Ausblick auf den Rhein genießen. Schwindelfreie dürfen auch einen der Wehrtürme besteigen. Der Steingassenturm, schiefer Torturm an der rheinseitigen Stadtmauer, wurde nach Originalvorlagen restauriert und in den begehbaren Teil der Stadtmauer mit einbezogen.

 

 
Das adlige Oberwesel Drucken E-Mail

Schönburg Oberwesel
Schönburg Oberwesel
Hoch über der Stadt liegt die Schönburg, eine der ältesten Hochburgen im Rheintal. Ihre Geschichte lässt sich bis ins 12. Jh. zurückverfolgen. Die verkehrsgünstige Lage und der ausgedehnte Weinbau, reizte auswärtige Klöster in Oberwesel Hofgüter ab dem 13. Jh. zu unterhalten
 
Gold und Silbermünzen Drucken E-Mail

Aus der Oberweseler Geschichte!
Viele Gold und Silbermünzen wurden in Oberwesel geprägt. Schon vor 1370 erhielt (Ober)Wesel als Landstadt des Erzstifts Trier das Münz- und Prägerecht bis zum Ende des Mittelalters. Nochmals belegt wurden nach dem rheinischen Münzvertrag von 1372 die Münz und Prägerechte an (Ober)Wesel.
Nach dem rheinischen Münzvertrag von 1372 mit den Vertragspartner Köln und Trier,gewährten die Kurfürsten der ehemals freien Reichsstadt (Ober) Wesel eine kurtrierische Münz- und Prägestätte, der damaligen Landstadt des südlichsten Teil des Erzstiftes Trier. Hier in der Münzstätte (Ober) Wesel wurden in großer Zahl Goldgulden, Schilling, und Weisspfennige geprägt und als offizielles Zahlungsmittel in den Umlauf gebracht. Die Koblenzer Gulden und (Ober) Weseler Gulden wurden gleichzeitig im Vertrag erwähnt und gleich = geschätzt, deshalb muss deren Prägung schon vor dem 08. März 1372 begonnen haben. Das wäre dann 1371. Ab diesem Jahr gab es Münzen von (Ober) Wesel mit Angabe der Münzstätte.

ImageIn den ersten Goldmünzen von (Ober) Wesel findet sich die Schreibweise:
CONO. = Kuno von Falkenstein 1362 – 1388
Kurfürst zu Trier.
  

 

  

 In Oberwesel besteht seit vielen Jahren die Münzgasse. Sie trägt Ihren Namen zur Erinnerung an die kurtrierische Münzstätte (Ober) Wesel, in der im 14.und 15. Jahrhundert Goldgulden, Schilling, und Weisspfennige geprägt wurden. Im Landesmuseum in Trier ist eine sehr große Zahl von Gold und Silbermünzen aus der Münzstätte (Ober) Wesel zu besichtigen. Der älteste Gulden im Landesmuseum Trier, den ich entdeckt habe hat die Nr. F 12,B1 und F3 von 1372. Weiter zu besichtigen bis zum Jahr 1477.
Beschreibung der Vorderseite: Die ersten Goldgulden hatten das Bild des heiligen Petrus unter dem Bogen des Himmelstors, auf einen Säulenknauf. Er hält in der Rechten einen Kreuzstab senkrecht neben sich, und schultert mit der linken einen Schlüssel. Das Himmelstor ist angedeutet durch einen zinnengeschmückten Bogen mit zwei turmartigen Seitenstücken, welche auf schlanken Säulen mit Fensteröffnungen ruhen. Diese Säulen oder Türme haben an der äußeren Seite je ein Häuschen auf einem ausladenden Postament als eine Art Ausflug, durch welche die Erklärung der Darstellung als Himmelstor wahrscheinlicher erscheint. Außen ein Kerbkreis, und innen ein feiner Fadenkreis.


Beschreibung der Rückseite: Runder Dreipass mit eingesetzten Spitzen, gebildet aus einer dicken äußeren Fadenlinie und einer feinen inneren Perllinie. In den äußeren Winkel je drei Kleeblattförmig gestellte Punkte. Inmitten ge-spaltenem Schild mit Trierer Kreuz – und Wappen Minzenberg.
Ein Goldgulden = Maße: 23 mm - 3,510 Gramm
Text der Umschrift lautet:
CONO^ AREP TREVEN = Kuno Erzbischof Trier
Text der Rückseite:
NOVA WESAL MONETA = Neues Weseler Geld.
Auch nachdem sich die vier Kurfürsten zum ersten Münzverein zusammengeschlossen hatten, blieb der Gulden zunächst das einzige von allen Partnern gleichwertige Zahlungsmittel. Der Weisspfennig von (Ober) Wesel war rheinabwärts längst ein gängiges Zahlungsmittel. Der Rechnungswert in den mainzischen und pfälzischen Landen aus dem Vertrag von 1385 war = 11 Heller. Der Gulden sollte 18 Schilling oder 20 ½ Weisspfennige oder 240 Heller gelten.
Der Kaufwert: Ein Goldgulden hatte im 14 Jahrhundert einen Goldwert von 8, bis 10,- RM. Im Jahre 1930 lag der Stundenlohn eines Facharbeiters etwa bei 0.36 RM. Da aber das Gold damals etwa das Zehnfache des heutigen Preises kostete, so war die Kaufkraft des Guldens natürlich etwa zehnmal so hoch als heute. Der höhere Kaufwert ergibt sich aus folgender Preistafel:
Im Jahre 1485 kostete ein fetter Ochsen 4 Gulden.
Der Goldgulden sollte 18 Schilling oder 20,5 Weisspfennige oder 240 Heller gelten.
1 Goldgulden = 13,25 kg Butter Zwei Heller = ein Pfund Fleisch
1 Goldgulden = 60,00 kg Fleisch Acht Heller = ein Pfund Schinken
1 Goldgulden = 900 Stück Eier Neun Heller = ein Pfund Butter
Die letzten Münzen aus der Münzstätte (Ober) Wesel habe ich aufgefunden aus dem Jahr 1477 im Landesmuseum Trier, Film 10, Bild = 10. Es muss darum nicht die letzte Münze gewesen sein, die in der Münzstätte (Ober)Wesel geprägt worden ist.
  
Verfasser: Rudolf Henrich • Langgasse 5 • 55430 Oberwesel
Nachweis: Prof. Noss – Landesmuseum Trier

 
Chronik Drucken E-Mail

50 v. Chr. 
Vasavia (Oberwesel) keltische Siedlung
300     Station an der römisch-rheinischen Heerstraße
400     Verwaltungssitz eines fränkischen Königslandes
966       Kaiser Otto I. schenkt (Ober)Wesel mit Leibeigenen dem
                späteren Erzbistum Magdeburg
1166   Friedrich I. (Barbarossa) erwirbt die Stadt (Ober)Wesel
1216   Kaiser Friedrich II. übergibt die Stadt dem
                Erzbistum Magdeburg. (Ober)Wesel erhält Stadtrechte
1237   (Ober)Wesel wird freie Reichstadt
1254    (Ober)Wesel wird Mitglied im Rheinischen Städtebund
1257    Erste Erwähnung der Stadtmauer
1258    Gründung der Weinbruderschaft "Unserer lieben Frau"
1290   Bau der Wernerkapelle und des Heilig-Geist-Hospitals

1308  
Baubeginn der Liebfrauenkirche, Chorweihe 1331
1309   Kaiser Heinrich VII. verpfändet die Stadt an seinen Bruder Balduin,
                Erzbischof und Kurfürst von Trier

1620  
Besetzung der Stadt durch kaiserlich-spanische Truppen
1632   Schwedische Soldaten besetzen die Stadt
1644   Besetzung der Stadt durch die bayerische Armee
1689   Zerstörung der Schönburg durch französische Truppen Ludwigs des XIV.

1719  
Der letze Schönburger stirbt ohne männlichen Nachkommen

1802  
Beginn der Säkularisation, Auflösung aller Klöster und Stifte
1804   Oberwesel wird französisch (bis 1814)
1815   Oberwesel wird preußisch
1828   Durchbruch der Liebfrauen-Rathaus-Koblenzer Straße
1843   Heinrich Hoffmann von Fallersleben singt zum
                ersten Mal das Deutschlandlied im Hotel "Goldener Pfropfenzieher"
1857   Bau der Eisenbahnlinie
1885   Der New Yorker Major Rhinelander kauft die Ruine Schönburg und restauriert sie
1950   Die Stadt Oberwesel erwirbt die Schönburg
1993   Gründung "Bauverein Historische Stadt Oberwesel" 
               
und damit der Beginn der touristischen Erschließung von
                Stadtmauer  und Türmen
2002   Das Mittelrheintal wird von der Unesco zum "Welterbe Oberes Mittelrheintal" ernannt.
 
© 2010 Oberwesel Stadt der Türme und des Weines
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