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Kundenbefragung 2011

Das Stadtmanagement Oberwesel, welches die Zusammenarbeit zwischen Stadt Oberwesel und Oberweseler Gewerbeverein e. V. bündelt, hat sich zur Aufgabe gemacht, Oberwesel als Nahversorgungszentrum zu stärken und weiter auszubauen. Im Vergleich zu den Nachbargemeinden ist Oberwesel zwar gut aufgestellt, um dem Wettbewerb jedoch auf Dauer standhalten zu können ist es notwendig die bestehenden Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe zu stärken sowie weitere Geschäfte anzusiedeln. Besonderen Stellenwert hat dabei die tägliche Versorgung. Denn ist diese nicht gewährleistet hat dies auch negative Auswirkungen auf die übrigen Betriebe. Durch verringerte Kundenfrequenzen entstehen meist Umsatzeinbußen die die Schließung oder Umsiedlung eines Betriebes zur Folge haben können.

Grundsätzlich sind in Oberwesel zwei Einkaufsbereiche zu unterscheiden. Die Innenstadt, mit einem Lebensmittelmarkt, einem Drogeriemarkt, der Post, Banken, Apotheken, Handwerksbetrieben, Schreibwarengeschäften und verschiedenen Dienstleistern wie einem Optiker, Frisören, Kosmetikern, etc. Außerdem sind hier die Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltung sowie die Tourist-Information angesiedelt.
Der zweite Einkaufsbereich umfasst das Industriegebiet am südlichen Ortsausgang mit zwei großen Lebensmittelmärkten, einem Baumarkt, Autohäusern,…

Zu den größten Frequenzbringern zählen zweifelsohne Lebensmittelmärkte. Besonders in der Innenstadt angesiedelt bedeutet ein Supermarkt hohen Komfort und Lebensqualität, nicht nur für ältere Bürger oder Menschen mit Behinderung. Für jeden Kunden der nicht über ein Auto oder eine zuverlässige Mitfahrgelegenheit verfügt, ist ein Lebensmittelmarkt in Laufdistanz nahezu unerlässlich.
Aus diesem Grund musste schnell eine Lösung gefunden werden, als im Frühjahr 2011 öffentlich wurde, dass der innerstädtische Supermarkt in der Koblenzerstraße kurzfristig schließen würde. Durch das Engagement von Stadtmanagement, Gewerbeverein und Stadt konnte schnell eine Lösung gefunden und der Supermarkt im September wieder eröffnet werden.

Um weitere Betriebe in Oberwesel anzusiedeln wird es für notwendig erachtet, ein Einzelhandelskonzept zu erstellen. Wichtigste Basis dafür ist eine Kundenbefragung, die vom 16. bis 28. August in Oberwesel durchgeführt wurde. Dabei sollte herausgefunden werden, was der Kunde vom Einzelhandel erwartet und in wieweit Oberwesel diesen Wünschen gerecht wird. Die Ergebnisse sind in dem vorliegenden Band zusammengefasst.
Zu beachten ist, dass zum Zeitpunkt der Befragung der innerstädtische Supermarkt noch geschlossen war.

Insgesamt erhielten wir 483 auswertbare Fragebögen zurück. 73 % des gesamten Rücklaufs (352 Fragebögen) erhielten wir durch die Fragebögen, die zwei Wochen lang in Oberweseler Geschäften, der Tourist-Information und dem Bürgerbüro ausgelegt waren und auch dort ausgefüllt abgegeben wer¬den konnten. 87 Fragebögen (18 %) erhielten wir über die Online-Befragung, welche im gleichen Zeitraum stattfand. Die restlichen 9 % (44 Fragebögen) wurden durch persönliche Interviews, welche im oben genannten Zeitraum vor allem im Bereich des Rewe und Lidl durchgeführt wurden.

Die Beantwortungsquoten schwanken zwischen 483 (100 %) und 418 (86,5 %) bei den Fragen ohne Freitext. Die beiden Freitextfragen wurden von 292 (60,5 %) bzw. 177 Personen (36,6 %) beant-wortet. Der jeweilige Wert wird bei jeder Darstellung aufgeführt, Prozentangaben berücksichtigen nur die tatsächlich beantworteten Fragen.

An dieser Stelle sei ganz herzlicher Dank gesagt an all diejenigen, die bereit waren schriftlich oder mündlich die 12 Fragen zu beantworten. Aus vielen Fragebögen ist herauszulesen, wie sorgfältig und gewissenhaft die Fragen bearbeitet wurden. Dies zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben Bürger und Kunden mit ihrer persönlichen Meinung, ihren Wünschen und Bedürfnissen in den Prozess mit einzubinden.

Wie oft kommen Sie nach Oberwesel?

Dies ist die einzige Frage, die von allen 483 Befragungsteilnehmern beantwortet wurde.

249 (51,6 %) der Befragten gaben an, dass sie in Oberwesel leben. 72 Befragte (14,9 %) kommen mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich, 70 Befragte (14,5 %) täglich nach Oberwesel. Mindestens einmal pro Woche kommen 39 Personen (8,1 %) nach Oberwesel. Insgesamt 53 Befragte (10,9 %) kommen seltener als einmal wöchentlich nach Oberwesel.

Welche Verkehrsmittel nutzen Sie für Einkäufe in Oberwesel?

Bei dieser Frage konnten mehrere Antwortmöglichkeiten ausgewählt werden. Die Ergebnisse ergeben daher insgesamt mehr als 100 %.

Es wird deutlich, dass mit 82,4 % der Großteil der Befragten auch mit dem PKW oder Wohnmobil  einkaufen fährt. 45,2 % gehen auch zu Fuß einkaufen, mehr als ein Viertel der Befragten tätigt seine Einkäufe auch mit dem Fahrrad. Die Verkehrsmittel Motorrad sowie Bus und Bahn sind mit je 4,2 % bzw. 3,6 % zu vernachlässigen.

Bei diesen Antworten gilt es zu bedenken, dass zum Zeitpunkt der Befragung der innerstädtische Supermarkt geschlossen war. So waren die Befragten mehr als sonst darauf angewiesen ihre Lebensmittel im Industriegebiet oder in Lebensmittelgeschäften anderer Ortschaften einzukaufen.

Inwieweit treffen folgende Eigenschaften auf Oberwesel zu?

Diese Matrixfrage fragt ab, inwieweit vorgegebene Eigenschaften auf Oberwesel zutreffen. Dabei konnte der Befragte bei jeder Frage auswählen, ob die jeweilige Eigenschaft „zutrifft“, „eher zutrifft“, „eher nicht zutrifft“ oder „nicht zutrifft“. Bei diesem Fragentyp wurde bewusst darauf verzichtet fünf Auswahlmöglichkeiten aufzuzeigen, damit der Befragte zumindest eine Tendenz in Richtung „trifft zu“ oder „trifft nicht zu“ äußern muss und keine Gelegenheit hat die Frage mit „trifft weder zu noch nicht zu“ zu beantworten.

Mit 87,7 % ist gastfreundlich die Eigenschaft, die für die Befragten am zutreffendsten ist. Durch den besten Mittelwert1 steht die Eigenschaft sicher zwar insgesamt an erster Stelle, allerdings gaben 16 % der Befragten an, dass sicher nicht oder eher nicht auf Oberwesel zutrifft. Mit jeweils 71 % folgen interessant und seniorenfreundlich auf Platz drei und vier. Mit Zustimmungen unter 50 % liegen die Eigenschaften fortschrittlich, zukunftsorientiert und dynamisch im unteren Bereich.

Welche Gründe sprechen für einen Einkauf in der Innenstadt von Oberwesel?

Die nächsten beiden Fragen zielten darauf ab die Gründe für den Einkauf in der Innenstadt bzw. dem Industriegebiet von Oberwesel zu erfahren.

Gründe für einen Einkauf in der Innenstadt sind die Erreichbarkeit, Beratung/Servicequalität, Einkaufsatmosphäre/Stadtbild und die Preise. Für ca. 60 % der Befragten treffen diese Gründe für einen Einkauf in der Innenstadt (eher) zu. Allerdings sind für etwa ein Viertel der Befragten diese Gründe eher nicht zutreffend, die Preise sind sogar für 32,9 % eher kein Grund in der Innenstadt von Oberwesel einzukaufen.
Auch das Warenangebot, die Einkaufsmöglichkeiten und das Parkplatzangebot sprechen eher dagegen sich für einen Einkauf in Oberwesel zu entscheiden. Wobei auch hier für gut ein Viertel der Befragten diese Kriterien (eher) doch ein Grund sind in der Innenstadt einkaufen zu gehen.

Welche Gründe sprechen für einen Einkauf im Industriegebiet von Oberwesel?

Mit Zustimmungen von über 85 % treffen das Parkplatz- und Warenangebot, die Einkaufsmöglichkeiten, die Erreichbarkeit sowie die Preise (eher) als Grund für einen Einkauf im Industriegebiet von Oberwesel zu. Noch immer mit einer deutlichen Mehrheit von 65,7 % stehen Beratung und Servicequalität allerdings an vorletzter Stelle. Das Schlusslicht bilden Einkaufsatmosphäre und Stadtbild, welche für lediglich 49,6 % der Befragten ein Grund für einen Einkauf im Industriegebiet sind.

Wie oft kaufen Sie folgende Waren in Oberwesel ein?

Diese Frage versucht herauszufinden, welche Waren ausschließlich, häufig, selten oder nie in Oberwesel eingekauft werden.

Lebensmittel werden von 53,0 % der Befragten häufig, von 35,3 % ausschließlich in Oberwesel eingekauft. 40,1 % der Befragten kaufen Apothekenwaren ausschließlich in Oberwesel ein.
Mit je über 50 % werden Bücher/Schreibwaren/Presse sowie Bau- und Heimwerkerbedarf ausschließlich bzw. häufig in Oberwesel eingekauft. Blumen/Pflanzen/Zoologischer Bedarf und Drogerie-/Parfümerieartikel werden von knapp der Hälfte der Befragten ausschließlich bzw. häufig in Oberwesel eingekauft. Bei allen anderen Produktgruppen überwiegen mit je mehr als 60 % der Nennungen die Angaben, dass diese selten oder nie in Oberwesel eingekauft werden.
An letzter Stelle stehen Foto und Zubehör sowie Bekleidung. 50,9 % bzw. 58,3 % der Befragten gaben an diese Produkte nie in Oberwesel einzukaufen.

Welche Einzelhandelsangebote vermissen Sie in Oberwesel?

Die Frage, welche Einzelhandelsangebote in Oberwesel vermisst werden, wurde als offene Frage gestellt, um die Befragten nicht durch vorgegebene Antwortmöglichkeiten zu beeinflussen. Die dabei entstandenen Fließtexte wurden während des Auswertungsprozesses kategorisiert, wobei Kategorien mit weniger als 10 Nennungen unter „Sonstiges“ zusammengefasst wurden.
Durch den Mehraufwand für die Befragten war abzusehen, dass nicht jeder diese Frage beantworten würde. Insgesamt wurde diese Frage jedoch von 60,5 % der Befragten beantwortet.

An erster Stelle steht mit 154 Nennungen (52,7 %) die Kategorie Schuhe-Schuster-Lederwaren. Dabei nannten die Befragten einerseits konkrete Marken und Geschäfte (Deichmann, Klauser, MWR-Schuhe, Schuh German), andererseits Qualitäts- und Preissegmente. So wurden Qualitätsschuhe und Schuhe aus umweltverträglichen Materialien ebenso genannt wie Discount Schuhe. Ebenso in diese Kategorie mit aufgenommen wurden Lederwaren und Taschen sowie Schuster und Schuh-Reparatur.

Das Lebensmittelgeschäft wurde mit 119 Nennungen (40,8 %) von knapp der Hälfte der Befragten als Wunsch angegeben. Sehr häufig wurde dabei „Edeka“, bzw. „innerstädtischer Supermarkt“ genannt. Da der ehemalige Edeka in der Koblenzerstraße während des Auswertungszeitraumes als Nah und gut wieder eröffnet wurde, wurde dieser Wunsch bereits erfüllt. Allerdings wurden auch andere Lebensmittelgeschäfte wie Aldi, Netto, Neukauf und Penny genannt. Ebenfalls genannt wurden Fisch- und Feinkost, Bäcker, Getränke, Obst und Gemüse.

An dritter Stelle steht mit 39,5 % Bekleidung. Dabei wurde in erster Linie moderne Bekleidung für Kinder, junge Menschen, Damen und Herren angegeben. Als konkrete Trendmarken bzw. Qualitätsgeschäfte wurden Adidas, C&A, Comma, Esprit, H&M, Mexx, S’Oliver, Street One und Zara genannt. Ebenso wurden aber auch die Textildiscounter Takko und Kik genannt. Es wird also deutlich, dass einerseits ein Bedarf an Qualitätskleidung besteht, für die man auch bereit ist einen höheren Preis zu zahlen, andererseits aber auch Billigprodukte gefordert werden.

Der Wunsch nach einem Metzger, der von mehr als einem Viertel der Befragten (26,7 %) geäußert wurde, ist auf die Schließung des Edeka im Frühjahr 2011, sowie die kurz zuvor erfolgten Schließung der Metzgerei Steinhauser zurückzuführen. Durch die Eröffnung des Nah und gut mit der integrierten Metzgerei Engelbert kann dieser Wunsch bereits als erfüllt bezeichnet werden.

In der Kategorie Sonstiges (18,5 %) wurden verschiedene Branchen genannt. Dazu zählen unter anderem Buchhandlung, Computer-Laden, Videothek, Blumengeschäft, Elektrogeschäft, Fitness-studio, Fotoautomat, Kino, Kiosk, Musikgeschäft, Reinigung, Sanitätshaus, Sauna, Schlüsseldienst, Sonnenbank, Telefon-Shop und Zoogeschäft.

48 Personen (16,4 %) gaben an, dass sie ein besseres Drogerieangebot vermissen. Auffällig ist, dass 30 Personen konkret eine DM-Filiale wünschen.

Weitere Kategorien  bei der Frage, welche Einzelhandelsangebote in Oberwesel vermisst werden, waren Haushaltswaren (15,1 %), Sport-Outdoor-Freizeit (10,6 %), Deko-Geschenke-Souvenirs (9,9 %), Basteln-Handarbeit (7,5 %), Gastronomie (5,8 %), Bioladen (5,5 %), Ärzte (4,8 %) sowie Vinothek (3,4 %).

Was erledigen Sie außerdem in Oberwesel?

Diese Frage zielte darauf ab zu erfahren aus welchen Gründen die Befragten Oberwesel außerdem besuchen.

75,7 % der Befragten gehen in Oberwesel zum Arzt, 74,2 % besuchen Gastronomie. Mehr als die Hälfte der Befragten gehen zur Post, erledigen Bankgeschäfte und nutzen Kultur- und Freizeitangebote.

Welche Veränderungen sind Ihnen in den vergangenen Jahren in Oberwesel aufgefallen?

Die Frage, inwieweit sich Oberwesel in den vergangenen Jahren verändert hat, soll deutlich machen, in welchen Bereichen Verbesserungen oder Verschlechterungen aufgetreten sind.

47,6 % der Befragten gaben an, dass die Gastronomie in Oberwesel besser geworden sei. 41,5 % sind der Meinung, dass sich die Gastronomie nicht verändert hat. Lediglich 10,9 % der Befragten finden, dass die Gastronomie sich verschlechtert hat.
Mit Nennungen von 50,9 % bis 76,2 % hat sich an der Einkaufsatmosphäre/Stadtbild, der Beratung/Servicequalität, der Erreichbarkeit, dem Parkplatzangebot und der Gestaltung der Geschäfte/Auslageflächen in den vergangenen Jahren nichts verändert. An den Mittelwerten unter 2,0 kann man jedoch erkennen, dass sich alle Kriterien tendenziell verbessert haben, ausgenommen das Warenangebot und die Einkaufsmöglichkeiten, deren Mittelwerte deutlich über 2,0 liegen. Dies hängt auch damit zusammen, dass über 60 % der Befragten angaben, dass sich diese beiden Kriterien tatsächlich verschlechter haben.

Der innerstädtische Supermarkt soll bald wieder eröffnet werden. Inwiefern treffen folgende Aussagen zu?

Zum Zeitpunkt der Kundenbefragung stand die Wiedereröffnung des innerstädtischen Supermarktes kurz bevor. Anhand dieser Frage sollte eruiert werden inwieweit das Warenangebot in Oberwesel durch die Wiedereröffnung verbessert und das Einkaufen für den Einzelnen erleichtert wird. Beide Fragen wurden von über der Hälfte der Befragten mit „trifft zu“ beantwortet. Lediglich 2,5 % bzw. 7,1 % der Befragten gaben an, dass ihrer Meinung nach das Warenangebot nicht verbessert und das Einkaufen für sie auch nicht erleichtert werden.

Ob die Befragten nach der Wiedereröffnung des Supermarktes häufiger in Oberwesel einkaufen werden beantwortete knapp die Hälfte mit „trifft zu“. 9,9 % der Befragten gaben an, dass diese Aussage nicht auf sie zutreffe.

Gibt es Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Maßnahmen von Handel und Gewerbe?

Auch die Frage nach Verbesserungsvorschlägen hinsichtlich Maßnahmen von Handel und Gewerbe wurde als offene Frage gestellt, um die Befragten nicht durch vorgegebene Antwortmöglichkeiten zu beeinflussen. Die dabei entstandenen Fließtexte wurden während des Auswertungsprozesses kategorisiert, wobei Kategorien mit weniger als 10 Nennungen unter „Sonstiges“ zusammengefasst wurden.
Durch den Mehraufwand für die Befragten war abzusehen, dass nicht jeder diese Frage beantworten würde. Insgesamt wurde diese Frage von 36,7 % der Befragten beantwortet.

An erster Stelle stehen mit 25,4 % die sonstigen Nennungen. Am häufigsten wird gesagt, dass das Freizeitangebot für Jugendliche, aber auch für Kinder und Familien verbessert werden sollte. Die Schaffung von Jugendräumen, aber auch von Orten an denen man aktiv sein kann (Schlechtwetterangebot) wird gefordert.
Die Belebung der Innenstadt, insbesondere der Liebfrauenstraße, ist ein weiterer Schwerpunkt. Ein spezifischer Wunsch im Bereich Einzelhandel wird außerdem an die Apotheken gerichtet: Öffnungszeit auch zu Mittag und ein Bringdienst für bestellte Medikamente. Generell wird der Wunsch nach Förderung des Einzelhandels (z. B. durch Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes) und vor allem nach mehr Offenheit, Handlungsfreude und Zusammenarbeit laut.
Die saisonalen Märkte wurden sehr positiv gesehen. Hier wird eine Aufrechterhaltung oder sogar Steigerung des Betriebs gewünscht.
Zweimal wurde auch die Entfernung der Bodenlampen an der Tourist-Information angeregt.

Im Bereich der Parkplatzsituation wird von 24,3 % der Befragten am häufigsten die Bereitstellung von kostenlosen Kurzzeitparkplätzen für Kunden gewünscht. Aber auch Dauerparkplätze sollen mehr und günstiger bzw. gratis werden (vor allem für in Oberwesel arbeitenden Menschen). Konkrete Wünsche beziehen sich auf die mangelhafte Situation vor den Arztpraxen, im Bereich vor Floristik Persch sowie im Zentrum bei Bäckerei Poss und der Pizzeria.
Die Markierung der Parkplätze soll verbessert werden.
Als sehr wichtig wird auch die Kommunikation des Parkplatzangebotes gesehen, beispielsweise sei die Garage im Hotel Augustin’s kaum bekannt.
Im Bereich der Parkplatzbewirtschaftung wird sowohl weniger als auch mehr (vor allem Rathausstraße) Kontrolle gewünscht.

21,5 % der Befragten machten Verbesserungsvorschläge zum Stadtbild. Dabei wurden die Rheinanlagen ebenso kritisiert wie die allgemeine Sauberkeit der Gehwege und Straßen. Konkret wurde außerdem das Weinfass der Engehöller Winzer kritisiert, welches nicht mehr schön anzusehen sei und den Informationswert für Touristen verloren habe.
Vorgeschlagen wurde ebenfalls alte Häuser abzureißen und an deren Stelle Parkplätze oder Freiflächen für die Naherholung zu schaffen. Kritisiert wurden die leerstehenden Ladenlokale, die oftmals kein schönes Bild abgeben.

In der Kategorie Service(-qualität) haben 18,6 % der Befragten Anregungen gegeben. Mehrmals kritisiert wurde die allgemeine Freundlichkeit in Geschäften, aber auch in Behörden und der Tourist-Information. Viele Bürger fühlen sich außerdem nicht genug von den Verwaltungen über die Presse informiert.
Fehlende öffentliche Toiletten an Bahnhof/Liebfrauenkirche wurden ebenso genannt wie die Sauberkeit der Toiletten.
Angeregt wird außerdem ein Bürgerbus, der zumindest einmal pro Woche ins Industriegebiet fährt.

Als verbesserungswürdig erscheinen den Befragten ebenso die Öffnungszeiten des Oberweseler Gewerbes, der Gastronomie sowie der Post, der Banken und Behörden. 17,5 % der Befragten wünschen sich vor allem einheitliche, wenn nicht sogar durchgehende und erweiterte Öffnungszeiten. Kritisiert wird dabei besonders der Mittwochnachmittag, an dem noch viele Geschäfte ganz geschlossen sind. Angeregt wird außerdem ein Dienstleistungsabend, um der berufstätigen Bevölkerung das Nutzen von Dienstleistern und das Einkaufen zu ermöglichen.
Die beiden Apotheken werden aufgefordert sich mit ihrer Mittagspause abzusprechen, damit sie nicht gleichzeitig geschlossen sind.

17,5 % der Befragten beklagten das Sortiment in Oberwesel. Dabei wurde die Sortimentstiefe ebenso genannt wie die Sortimentsbreite.

Bezüglich einer Verkehrsberuhigung bzw. Fußgängerzone sprachen sich 11,9 % der Befragten positiv aus. Dabei gingen die Vorschläge von einer verkehrsberuhigten Rathausstraße im Sommer an Wochenenden bis zu einer komplett autofreien Rathausstraße. Außerdem wurde gewünscht die Liebfrauenstraße für den Schwerlastverkehr zu sperren.

Die allgemeine Gestaltung der Läden wurde von 10,7 % der Befragten als nicht attraktiv dargestellt. Die Auslage sollen attraktiver, schlichter und moderner gestaltet werden. Anreiz könnte ein jährlicher Schaufensterwettbewerb sein. Außerdem sollten manche Läden renoviert und modernisiert werden.

9,9 % der Befragten machten sich Gedanken über die Barrierefreiheit und regten an die Bordsteine abzusenken, die öffentlichen Bereiche grundsätzlich barrierefrei zu gestalten und glatte Gehwege für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen zu schaffen.

Bezüglich des Wochenmarktes wünschen sich 6,2 % der Befragten eine Ausweitung des Sortiments und der Marktzeiten. Konkret wird ein Fischwagen genannt.

Eine bessere Verkehrsführung in der Innenstadt wird von 1,1 % der Befragten gefordert.

Gegen eine Verkehrsberuhigung bzw. Fußgängerzone im Bereich des Marktplatzes und der Rathausstraße sprechen sich 0,6 % der Befragten aus.

Persönliche Angaben

Die Frage nach dem Geschlecht haben 18 Befragte (3,7 %) nicht beantwortet. Beim Rest überwiegen mit 58,7 % die weiblichen Befragungsteilnehmer. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Frauen öfter einkaufen gehen oder grundsätzlich eher bereit sind an Umfragen teilzunehmen.

Im Durchschnitt sind die Befragten 41-55 Jahre alt. 3,2 % sind jünger als 19 Jahre, 14,1 % zwischen 19 und 25 Jahren alt. Weitere 16,0 % gehören zur Altersgruppe der 26-40-jährigen. Mit 32,4 % ist der größte Teil der Befragten zwischen 41 und 55 Jahre alt. 20,0 % sind zwischen 56 und 70 Jahre alt und 14,5 % älter als 70 Jahre.

277 Befragte (58,2 %) gaben an, dass sie in Oberwesel leben. Weitere 111 Personen (23,3 %) wohnen außerhalb Oberwesels, jedoch in der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel. Insgesamt sind also 81,5 % der Befragten innerhalb der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel ansässig. Von außerhalb der Verbandsgemeinde stammen 85 (17,9 %) der Befragten, 3 Fragebögen wurden von Personen aus dem Ausland ausgefüllt.

Zu den Orten außerhalb der Verbandsgemeinde gehören 23552 Lübeck, 23623 Ahrensbök, 33803 Steinhagen, 40863 Ratingen, 42349 Wuppertal, 42799 Leichlingen, 46519 Alpen, 55130 Mainz, 55411 Bingen-Kempten, 55413 Manubach, 55413 Oberdiebach, 55413 Oberheimbach, 55422 Breitscheid, 55422 Bacharach, 55469 Budenbach, 55494 Dichtelbach, 55494 Rheinböllen, 56068 Koblenz, 56154 Boppard, 56220 Kaltenengers, 56281 Emmelshausen, 56283 Halsenbach, 56283 Kratzenburg, 56283 Morshausen, 56288 Kastellaun, 56291 Wiebelsheim, 56321 Rhens, 56346 Lykershausen, 56346 St. Goarshausen, 56348 Bornich, 56348 Dahlheim, 59348 Lüdinghausen, 63571 Gelnhausen und 67663 Kaiserslautern.

Zusammenfassung

Laden Sie hier die gesamte Zusammenfassung der Kundenbefragung 2011 herunter.

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Roland Schmelzeisen (OGV), Imke Senst (Stadtmanagement) und Christian Jäckel (OGV-Vorsitzender) stellen die Ergebnisse der Kundenbefragung vor. [Foto: Suzanne Breitbach]

Bericht in der Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 31.01.2012