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Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel

Die Helexier GmbH hatte am 4. September 2020 einigen Mitgliedern des Oberweseler Stadtrates sowie dem Unterzeichner und den Beigeordneten ihre Ideen zur Fortführung des stationären Krankenhausbetriebs vorgestellt. Auch waren Vertreter der beiden anderen kommunalen Gesellschafter anwesend.

Im Anschluss hatte die Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel der Helexier GmbH und deren Beratern, mit Zustimmung der kommunalen Gesellschafter, den Zugang zu vertraulichen Unternehmensdaten ermöglicht.

So sollte der Helexier GmbH die Möglichkeit gegebenen werden, ein Konzept zur Fortführung des Krankenhausbetriebes unter Darstellung der erwarteten Umsätze, Kosten und Ergebnisse zu erstellen.

Dabei wurde seitens der kommunalen Gesellschafter insbesondere gefordert, dass etwaige Finanzierungsbeiträge von Helexier benannt und weiter dargestellt werden sollten, wie solche Finanzierungsbeiträge besichert werden (beispielsweise Bankbürgschaft), um diese für die Krankenhausgesellschaft auch planbar machen zu können. Dies sollte entsprechend einem Anforderungsschreiben an Helexier in dem Angebot beschrieben werden.

Dies war deshalb wichtig, da Helexier keine Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds beantragen wollte und eventuelle Steuerrückforderungen durch den Verlust der Gemeinnützigkeit der GmbH möglicherweise gedroht hätten.

Zum Zeitpunkt der Stadtratssitzung am 21.09.2020 lag kein Angebot der Helexier GmbH vor, welches die vorgenannten Kriterien erfüllt hat. Helexier hat lediglich eine Einschätzung über die Fortführung der Aktivitäten der Krankenhausgesellschaft abgegeben.

 

Daher hat der Stadtrat von Oberwesel in seiner Sitzung am 21. September 2020 einstimmig, ohne Enthaltung, nach ausführlicher Beratung unter Anwesenheit von Herrn Wickert von der Dornbach GmbH beschlossen, einer Übernahme der Gesellschaftsanteile (55 Prozent) an der Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel nicht zuzustimmen.

 

Nach der Schließung des stationären Krankenhausbetriebs mit Ablauf September 2020 soll das Konzept des Gesundheitscampus am Standort Oberwesel mit folgenden „Säulen“ umgesetzt werden:

- Facharztzentrum (Orthopädie/Innere Medizin/Rehabilitation und  physikalische Medizin, Diabetologie sowie weitere Fachbereiche)

- Tagesklinik mit 72 Plätzen mit den Schwerpunkten konservative Orthopädie und Schmerzmedizin, ambulante Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie

- Weiterbetrieb des Seniorenzentrums und Ausbau der Kapazitäten der bestehenden stationären Pflege mit ergänzendem Betrieb von Pflegeplätzen zur Kurzzeitpflege und einem Patientenhotel, sowie Aufnahme eines Betriebsbereichs „Junge Pflege“

- Integration eines Sanitätshaus in den Gesundheitscampus

- sowie Betrieb von Verwaltungsleistungen und Stabstellen im Gesundheitscampus

Des Weiteren soll der Gesundheitscampus mit den niedergelassenen Ärzten, auch außerhalb von Oberwesel, vernetzt werden. Zudem wird eine Kooperation mit einem stationären Krankenhaus angestrebt. Gespräche für eine solche Kooperation wurden bereits geführt.

 

Ich darf mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende geleistete herzlich Arbeit bedanken und wünsche ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute.

 

Marius Stiehl
Stadtbürgermeister

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