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18.08.2018 | Oberwesel

Bauverein Historische Stadt Oberwesel feiert 25-jähriges Jubiläum

Blick vom Pfaffenhütchen über den Pfarrgarten auf den Rhein. Besonders die begehbare Stadtmauer ist für Touristen eines der Highlights in Oberwesel. Foto: Werner Klockner

Seit einem Vierteljahrhundert tritt der Bauverein für die Erhaltung und Pflege der ehemaligen mittelalterlichen Stadtbefestigung und zur Wahrung denkmalpflegerischer Belange ein.

Nach dem Urteil der Denkmalpflege gehört diese Stadtbefestigung, dessen Baubeginn um das Jahr 1220 war, zu den ältesten, bedeutendsten und am besten erhaltenen in der Bundesrepublik. In mehreren Bauabschnitten wurde über 300 Jahre  daran gebaut.

Gefahr drohte der Stadtmauer von je her durch Menschen und die Natur. Früher war sie vor allem durch Kriege gefährdet. Als sie ihre Schutzfunktion verloren hatte, wurde in Teilen ihr Abriss gefordert. Die Natur gefährdet die Stadtmauer insbesondere durch Hangrutsche, Grundwasser, Verwitterung und schädlichen Bewuchs.

Zur Gründungsversammlung hatte der damalige Stadtbürgermeister Willi Wißkirchen eingeladen. Er wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter war Architekt und Baumeister Herbert Jäckel. Zu Beginn wurden im engen Dialog mit der Denkmalpflege die Grundsätze festgelegt. Heute berät der Wissenschaftliche Beirat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Brönner den Bauverein.

Die Sanierung der Stadtbefestigung hat bisher etwa 4,3 Mio. € gekostet. Bei einem Zuschuss von 70% verblieben für den Bauverein eine Restfinanzierung von 1,4 Mio. €.

Namhafte Zuschüsse gaben das Land, die Europäische Union, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Stadt Oberwesel, Sponsoren und Großspender. Auch die Beiträge der rund 400 Mitglieder sind eine wichtige Säule der Finanzierung.

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer freut sich der Vorstand nun unter dem Vorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Walter Weiler am Samstag, 25.8.2018 im Kulturhaus Oberwesel den Festkommers feiern zu können.