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24.09.2018 | Oberwesel

Stadtrat beschließt Aufnahme in ein städtebauliches Förderprogramm

Schon lange sind die Rheinanlagen in Oberwesel wie man so schön sagt in die Jahre gekommen. Mit der Förderung durch ein Städtebauprogramm könnte nun endlich eine Sanierung zügig ins Auge gefasst werden. Foto: Tourist-Information Oberwesel

Bolzplatz und multifunktionaler Freiraum für Sport und Erholung in Dellhofen

Einstimmig beschloss der Stadtrat in seiner 29. Sitzung der laufenden Legislaturperiode die Bewerbung für eine Aufnahme in ein städtebauliches Förderprogramm des Landes. „Damit sind die Weichenstellungen und Aufgabenfelder für die kommenden Jahre in der Kernstadt Oberwesel gestellt“, freute sich Stadtbürgermeister Jürgen Port über den einstimmigen Beschluss. Dabei steht im Hinblick auf die anstehende Bundesgartenschau die Rheinufergestaltung mit den Rheinanlagen im Vordergrund. Mit geschätzten 4.800.000 Euro umfasst die Maßnahme auch mehr als die Hälfte des mit rund 8.000.0000 Euro angesetzten Maßnahmenkatalogs. „Allein kann die Stadt diese Summe nicht stemmen, weshalb bisher noch kein Ausbau erfolgt ist. Mit einer 75 prozentigen Förderung über ein Städtebauprogramm ist dies darstellbar“, so Port, der den dringenden Handlungsbedarf am Rheinufer in der Vergangenheit stets betont hatte.

Darüber hinaus beinhaltet die Bewerbung 500.000 Euro für die Sanierung des Jugendheimes. „Wenn die Kirchengemeinde einer Sanierung des Gebäudes nähertritt, wäre die Stadt in der Lage, diesen Betrag als ihren Beitrag zu leisten. Entsprechende Gespräche zur Entwicklung des Martinsberges sind im Gange“, zeigt sich der Stadtbürgermeister optimistisch, im kommenden Jahr einen Lösungsvorschlag mit den Verantwortlichen der Kirche erarbeitet zu haben.

Mit 1.350.000 Euro sind die privaten Modernisierungsvorhaben zur Aufwertung des Stadtbildes und zur Behebung funktionaler Defizite in der Bewerbung berücksichtigt. Dies entspräche etwa 18 privater Modernisierungsmaßnahmen bei einem durchschnittlichen Kostenvolumen von rund 75.000 Euro. „In dem 2016 abgeschlossenen Sanierungsprogramm hatten die privaten Sanierungen zuletzt einen breiten Raum eingenommen. Mit dem erneuten Ansatz wollen wir weitere Anreize für private Hausbesitzer schaffen, in den Erhalt und die Anpassung an heutige Wohnansprüche zu investieren“, spricht sich Port für eine weitere Aufwertung der Innenstadt aus.

350.000 Euro für die Neugestaltung des Schaarplatzes und 500.000 Euro für die Schaffung von Parkraum runden die Bewerbung ab, die bereits mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion abgestimmt ist. „Insofern können wir davon ausgehen, dass der Bewerbung entsprochen wird. Mein Dank gilt Jürgen Gruber und Claudia Härter, die in der Verwaltung die hervorragende Vorarbeit geleistet haben“, so abschließend Jürgen Port.

Eine neue wichtige Weichenstellung erfolgte durch einen Beschluss des Stadtrates auch für den Stadtteil Dellhofen. Diese war notwendig geworden, nachdem der Sportverein Vesalia 08 keinen Bedarf mehr für ein Kleinspielfeld auf dem Dellhofener Sportplatz sah. Entsprechende Planungen desselben hatte der Stadtrat mit Beschluss vom 24. Mai dieses Jahres eingestellt. Nunmehr soll auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes ein Bolzplatz und eine Freizeitanlage mit Grillhütte und diversen Spielangeboten entstehen. Nachdem der Ortsbeirat Dellhofen und der Bauausschuss diesem Ansinnen einstimmig ihre Zustimmung erteilt hatten, folgte auch der Stadtrat diesen Empfehlungen. Aus Mitteln des aktuellen Dorferneuerungsprogramms sollen die Maßnahmen finanziert werden. Die Beantragung für das Programmjahr 2019 beläuft sich auf eine vorläufige Kostenschätzung von 594.000 Euro. Im Rahmen der Detailplanung wird sich der Kostenansatz konkretisieren lassen. „Als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung müssen wir zügig die Projekte vorantreiben, da der dadurch bedingte höhere Fördersatz zeitlich begrenzt ist“, macht der Stadtbürgermeister deutlich, der damit auch noch die Problematik um die Kirche gelöst sehen will.