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2.10.2018 | Oberwesel

BUGA 2031 - was wird das werden?

Petra Lötschert, die lang erprobte Moderatorin des Kultursalon Koblenz. Foto: Pedro Malinowski

Das fragt sich so manch einer aus der Region Koblenz- Bingen. Von Roger Lewentz, Innenminister Rheinland-Pfalz unterstützt, nimmt die BUGA 2031langsam Formen an. Eine Machbarkeitsstudie hat man bereits vorzuweisen. Der Begriff Machbarkeitsstudie klingt sehr akademisch, was dort zu lesen und sehen ist, kommt eher noch dem Level eines kreativen Brainstormings gleich. Weil bislang noch die zupackende BUGA 2013 GmbH fehlt?

Das Beste vom Besten
Petra Lötschert, lang erprobte Moderatorin des Kultursalon Koblenz geht den Vorbereitungen zur BUGA 2031, die vielleicht sogar zur BUGA 2029 werden wird, auf die Spur. Sie hat einfach die Köpfe für dieses Projekt zu einem Dialog eingeladen: Frank Puchtler, 1. Vorsitzender der BUGA-Freunde 2031 und Vorsitzender der Welt UNESCO Kulturerbes Oberes Mittelrheintal; Rainer Zeimentz, Leiter der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. aus Mainz; Jürgen Port, Pressesprecher der Stadt Bingen und Ehrenbürgermeister von Oberwesel sowie den BUGA-Kenner und Journalisten Dr. Dr. Kallenbach aus Koblenz, der einst mehrere Bücher zur BUGA 2011 verfasste. Eines steht fest - erfahrende Männer brauchen die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen für einen gelungenen Start der BUGA 2031 allemal. Petra Lötschert hat ein paar von ihnen ins Koblenzer Schloß eingeladen.

Was lockt BUGA-Gäste?
Eines der romantischsten Flusstäler Deutschlands lockt Besucher weltweit mit: bewaldeten Bergen, Fachwerkhaus-Idylle, Weinstöcken, Kirschblüten und der wohl höchsten Burgendichte der Welt. Doch gleichzeitig leidet das Obere Mittelrheintal an starkem Bevölkerungsschwund, die Jugend geht, teils leiden Rheinland-Pfalz wie Hessen unter veraltetem Tourismus, leer stehenden Gasthäusern, Pensionen, Hotels und dem Bahnlärm. Der 2002 ergatterte Welterbetitel hat diese Entwicklungen nicht aufhalten können - jetzt hoffen Politiker auf eine Mega-Bundesgartenschau im neuen Stil. Denn links- wie rechtsrheinisch gibt es je 67 km nicht nur kaufmännisch und bauplanerisch zu bespielen. Mit im Boot sitzen zwei Städte, die eine bislang eine erfolgreiche Gartenschau hinter sich haben: im Norden Koblenz und im Süden Bingen mit Einzugsgebieten wie Mainz, Frankfurt, Wiesbaden.

Wer soll das bezahlen – wer hat so viel Geld
Was der ganze Spaß kostet, soll eine Machbarkeitsstudie eher andeuten, statt klären, die zugleich auch ein Bewerbungsbogen ist für die Siedlungsstätten am Rhein ist. Im nächsten Schritt wäre eine Durchführungs-GmbH zu gründen. Die GmbH wird mit einem Budget aus Mitteln der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, der beteiligten Kommunen sowie den zu erwartenden Einnahmenaufwarten. Die Initiatoren setzen außerdem auf Rechenexempel. Auch grassiert die Vorstellung, dass zu jedem öffentlich investierten Euro bei einer BUGA etwa fünf privat investierte Euro dazu kommen sollen. So manches Rechenensemble wird der Kultursalon am Samstag, dem 13. Oktober auf die Probe stellen.

Euphorie und Zauberkünstler
Knapp 11 Jahre haben alle Zeit. Denn es sieht so aus als ob aus der BUGA 2031 eine BUGA 2029 wird. Wird sich das 67 km lange Mittelrheintal zu einem Zaubervariete verwandeln können? Uferpromenaden sollen ausgebaut werden. Hier macht man vor den Vorstudien a la Landschafsarchitekt C. Scheele nicht halt. Das Rheintal wurde von der Machbarkeitsstudie wie ein Stück Kuchen in drei saisonale Schwerpunktbereiche unterteilt. Der Abschnitt von Koblenz/Lahnstein bis Boppard/Filsen bewirbt so die Blüte der Mittelrheinkirsche im Frühjahr, der zentrale Teil bis zur Loreley und Oberwesel die Sommerfrische und der südliche Rheinteil bis Bingen/Rüdesheim die Weinlese im Herbst. Das braucht entsprechende Gastronomie und Schlafplätze. Wie viele Firmen-Neugründungen oder Umfirmierungen sind hier zusätzlich zu erwarten bei dieser wirtschaftlichen Schwerpunktsetzung? Wer macht mit? Und was kommt danach?

Die sogenannte Machbarkeitsstudie auf www.buga2031.blog soll hier helfen klar zu sehen. Die neue BUGA wird auf jeden Fall die 67 km am Rhein verschönern, mobilisieren, digitalisieren und weltweit zu neuem Ansehen verhelfen. Am Samstag, dem 13. Oktober ab 17.30Uhr erfahren die Gäste des Kultursalon Koblenz einiges mehr, was aus ihrem Rheintal wird.  www.kultursalonkoblenz.de