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19.11.2018 | Oberwesel

Gedenkfeier auf Friedhof St. Martin

Bildtext: Der Erste Beigeordnete Marius Stiehl hielt seine Ansprache an der Ehrenhalle auf dem Friedhof St. Martin, im Hintergrund die Ehrenwache der Freiwilligen Feuerwehr Oberwesel. In bewährter Weise zeichnete das Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel sich für die musikalische Umrahmung verantwortlich.

Oberweseler Bürgerinnen und Bürger gedachten den Opfern von Krieg und Terror zum Volkstrauertag bei der offiziellen Gedenkveranstaltung

Einige Bürgerinnen und Bürger aus der Kernstadt Oberwesel fanden am Sonntagvormittag, nach dem Hochamt in der St. Martinskirche, den Weg an die Ehrenhalle auf dem Martinsfriedhof. Aus Anlass des Volkstrauertages hatte die Stadt Oberwesel die Bevölkerung zur Gedenkveranstaltung eingeladen. Wie in all den Jahren umrahmte das Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel und die Freiwillige Feuerwehr Oberwesel die Feierstunde festlich. Der Erste Beigeordnete Marius Stiehl dankte ganz herzlich den Mitwirkenden und erschienenen Bürgerinnen und Bürgern für die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung.
In seiner Ansprache ging er dann auf die Bedeutung des Gedenktages ein und stellte die Frage, ob der Volkstrauertag in dem Sinne seinen Sinn und Zweck erfüllt, dass wirklich das ganze Volk, also die breite Masse einer Gesellschaft, trauert. Hierzu blickte er in die Geschichte über die Entstehung des Volkstrauertages und die Verunglimpfung zum Heldengedenktag durch die Nationalsozialisten und die resultierenden Folgen. Als verantwortungsvolle deutsche Staatsbürger sei es eine besondere Pflicht, den Tag in Ehren zu halten, sei doch von deutschem Boden einer größten kriegerischen Handlungen der Weltgeschichte ausgegangen.

Marius Stiehl blickte zudem auf die Terroranschläge in Europa und der Welt zurück und konstatierte, dass auch diese Anschläge Formen von Krieg sind, fußend auf ideologischem Gedankengut, gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung und Gesellschaft. Den nationalen Kräften müsse entgegen getreten werden, denn sinnvolle Gedanken und Vorschläge seien aus dieser Richtung nicht zu erwarten.

Er erinnerte an den 100. Jahrestag zum Ende des Ersten Weltkrieges und an den 100. Jahrestag der Ausrufung der Republik am Berliner Reichstagsgebäude. Zudem gab er die Worte von Frankreichs Präsident Macron und Bundespräsident Steinmeier anlässlich vorgenannter Ereignisse wieder.

Es gelte, den nationalen Kräften und selbsternannten Alternativen entgegen zu treten und den hart erkämpften Frieden und das Leben in Freiheit nicht als selbstverständlich zu betrachten, sondern sich den glücklichen Umstand immer und immer bewusst zu machen.

Im Anschluss legte er stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger von Oberwesel zum Gedenken einen Kranz nieder.

Pastor Manfred Weber betete mit den Anwesenden gemeinsam das „Vater unser“, ehe das Blasorchester der Kolpingsfamilie mit einem Liedbeitrag den Schlusspunkt der Feierstunde setze.