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26.06.2019 | Oberwesel

An den Ufern der Poesie - Theaterfestival für rheinsüchtige Melancholiker

Logo Ufer der Poesie, Praml-Theater, Frankfurt

Drei Termine im August in Oberwesel – Tickets für alle Festivaltermine gibt es in der Tourist-Information Oberwesel!

11.08.2019 12:00 Uhr - 14:00 Uhr, Günderrodehaus
Glotzt nicht so romantisch!
Podium für Welterbe-Pioniere – Eintritt frei
 

Die Rheinromantik ist der Markenkern der Tourismuswerbung. Mit Recht! Auf Schiffen und in Bussen, in Autokarawanen und vollbesetzten Zügen strömen wir von Ostern bis Oktober ins Mittelrheintal, von wegen der Romantik: Reisende ins geträumte Gestern der Burgen und Türmchen und Weinbergidyllen – zum Soundtrack vom Märchen aus uralten Zeiten. Und die verödeten Schaufenster? Die verarmten Häuserzeilen an den Verkehrsadern des Tales? Der Bevölkerungsschwund weg vom ratternden Lärm der Güterzüge? Die Flucht der Jungen in die Städte? Unser Festival sondiert in den Tiefenschichten der mit der Welterbe-Region verknüpften Romantik und will zu einer Erinnerungskultur der Region beitragen:

Mit dem „Rabbi von Bacharach“ nehmen wir in diesem Jahr schon zum dritten Mal Heinrich Heines hier angesiedelte jüdische Geschichtserzählung auf und mit Kleist, Lenz, Schubert, Büchner, E. T. A. Hoffmann und der in diesem Jahr besonders gewürdigten Karoline von Günderrode bringen wir Dichterinnen, Dramatiker und Komponisten aus der Romantik und ihrem Umfeld, die zur unglücklichsten Generation der deutschen Geschichte gehören, ins Mittelrheintal.

Das Podium stellt sich der Frage: Welche „Romantik“ und welcher künstlerische Zugang zur Romantik kann die Selbstbeschreibung des Welterbetales befruchten? Und wie begegnen wir der marktgängigen Verkitschung und Verniedlichung dieser Tiefenschicht unseres kulturellen Gedächtnisses zum Tourismus-Trash?   Gäste: Prof. Jürgen Hardeck (Kultursommer RLP)  Dr. Konrad Heumann (Deutsches Romantik-Museum) Willy Praml (Festival-Leitung), Prof. Wolfgang Schneider (Kulturpolitikforscher Uni Hildesheim) weitere Teilnehmer: aus der Region Welterbetal Moderation: Prof. Dieter Kramer (Ethnologe, Kulturwissenschaftler)

16./24.08.2019 19:30– 21:00 Uhr, Jugendheim Oberwesel
Kein Ort. Nirgends. Christa Wolf
Oberwesel für Selbstmordkandidaten
 

Ein Paar am Abgrund: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist, eine Dichterin und ein Dichter. Eine Jahrhundertbegegnung, die es nie gegeben hat. Christa Wolf hat sie beschrieben: Kein Ort. Nirgends.

Zwei Menschen, die – während die anderen den Anbruch eines neuen Zeitalters, des Zeitalters der Vernunft, der Wissenschaft, des Fortschritts, der Freiheit und Gerechtigkeit feiern – die Abgründe in sich selbst entdecken, die schwindelerregende Leere des Nichts. 

Sie suchen Halt aneinander und finden sich in einem Augenblick von Wahrheit, Irrsinn, Liebe, Lachen. Morbide Kulisse dafür ist das Jugendheim in Oberwesel – ein Ort, den man fast als verwunschen bezeichnen kann, und der doch durch die Beherbergung vieler Vereine ein ganz lebendiger Raum in Oberwesel ist. 

REGIE Reinhard Hinzpeter
BÜHNE Gerd Friedrich
DARSTELLER/IN Bettina Kaminski, Adrian Scherschel
Eine Produktion von FREIES SCHAUSPIEL ENSEMBLE, Frankfurt am Main

Tickets:     
Tourist-Information Oberwesel, Rathausstr. 3, 55430 Oberwesel
Tel.: 06744 – 710 624
infooberwesel.de
www.oberwesel.de  oder über www.ticket-regional.de

Festivalleitung und Programmverantwortung/Pressetexte: 

Theater Willy Praml, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt  Tel. 069 – 43 05 47 33, www.theaterwillypraml.de

Veranstalter: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal

Künstlerische Leitung: Theater Willy Praml Frankfurt
PRODUKTIONSLEITUNG Rebekka Waitz
FESTIVAL-KOORDINATION Werner Heinz
REGIONALMANAGEMENT Fritz Stüber
GRAFIKDESIGN Katrin Gloggengiesser