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Geschichte des Stadtteiles Langscheid

Auf der Hochfläche südlich des Engenbaches liegt der Stadtteil Langscheid, bis 1974 selbständige Gemeinde. Die Endung „-scheid" deutet auf die Rodung des 12./13. Jahrhunderts hin. Der Name wurde zum ersten Mal während des 30jährigen Krieges erwähnt. Die Soldaten Gustav Adolfs raubten und plünderten, zerstörten die Kirche und steckten einen Teil des Dorfes in Brand.

Vor dieser Zeit waren die Bewohner der Burg Stahleck bei Bacharach unterstellt, der sie jährlich Abgaben zu entrichten hatten. Diese wurden schließlich so hoch, dass man sie nicht mehr zahlen wollte. Die Herren von Stahleck drohten, das ganze Dorf, das sie mit Gräben umgeben hatten, anzuzünden. In letzter Minute erklärten sich die Bewohner von Langscheid bereit, die Abgaben weiterzuzahlen, doch an dem unteren Teil des Dorfes war schon Feuer gelegt, das die Häuser bis zur Kirche, die damals inmitten eines bedeutend größeren Ortes stand, zerstörte.

Nach dem Aussterben der Ritter von Stahleck wurden die Bewohner von Langscheid frei. Für sie begann eine friedlichere Zeit und der Waldreichtum um Langscheid trug zum Wohlstand des Dorfes und seiner Bewohner bei.

1783 wurde die Kirche wieder aufgebaut. 1856 erfolgten eine Verlängerung des Kirchenschiffes und der Bau des Kirchturmes. 1862 erhielt die Kirche eine Orgel, die ihren Dienst bis 1957 tat und dann durch eine neue ersetzt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg war die Kirche, in der sich noch 2 Glocken aus dem Jahr 1541 befinden, vollkommen restauriert worden.

Ab 1853 wurden die Langscheider Kinder in der Volksschule Langscheid, einer einklassigen Schule, unterrichtet. Der Bau einer neuen Volksschule wurde 1962 in Angriff genommen. Am 16.1.1964 erfolgte die Einweihung. Seit 1.8.1971 besuchen die Langscheider Kinder die Hauptschule in Oberwesel.

Ortsvorsteher Roland Dietz

55430 Oberwesel-Langscheid
Fon: +49 (0) 67 44 - 71 13 28

Stadtplan Langscheid