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Kundenbefragung 2011

Kundenbefragung 2011


Das Stadtmanagement Oberwesel, welches die Zusammenarbeit zwischen Stadt Oberwesel und Oberweseler Gewerbeverein e. V. bündelt, hat sich zur Aufgabe gemacht, Oberwesel als Nahversorgungszentrum zu stärken und weiter auszubauen. Im Vergleich zu den Nachbargemeinden ist Oberwesel zwar gut aufgestellt, um dem Wettbewerb jedoch auf Dauer standhalten zu können ist es notwendig die bestehenden Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe zu stärken sowie weitere Geschäfte anzusiedeln. Besonderen Stellenwert hat dabei die tägliche Versorgung. Denn ist diese nicht gewährleistet hat dies auch negative Auswirkungen auf die übrigen Betriebe. Durch verringerte Kundenfrequenzen entstehen meist Umsatzeinbußen die die Schließung oder Umsiedlung eines Betriebes zur Folge haben können.


Grundsätzlich sind in Oberwesel zwei Einkaufsbereiche zu unterscheiden. Die Innenstadt, mit einem Lebensmittelmarkt, einem Drogeriemarkt, der Post, Banken, Apotheken, Handwerksbetrieben, Schreibwarengeschäften und verschiedenen Dienstleistern wie einem Optiker, Frisören, Kosmetikern, etc. Außerdem sind hier die Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltung sowie die Tourist-Information angesiedelt.


Der zweite Einkaufsbereich umfasst das Industriegebiet am südlichen Ortsausgang mit zwei großen Lebensmittelmärkten, einem Baumarkt, Autohäusern,… 


Zu den größten Frequenzbringern zählen zweifelsohne Lebensmittelmärkte. Besonders in der Innenstadt angesiedelt bedeutet ein Supermarkt hohen Komfort und Lebensqualität, nicht nur für ältere Bürger oder Menschen mit Behinderung. Für jeden Kunden der nicht über ein Auto oder eine zuverlässige Mitfahrgelegenheit verfügt, ist ein Lebensmittelmarkt in Laufdistanz nahezu unerlässlich. 


Aus diesem Grund musste schnell eine Lösung gefunden werden, als im Frühjahr 2011 öffentlich wurde, dass der innerstädtische Supermarkt in der Koblenzerstraße kurzfristig schließen würde. Durch das Engagement von Stadtmanagement, Gewerbeverein und Stadt konnte schnell eine Lösung gefunden und der Supermarkt im September wieder eröffnet werden.


Um weitere Betriebe in Oberwesel anzusiedeln wird es für notwendig erachtet, ein Einzelhandelskonzept zu erstellen. Wichtigste Basis dafür ist eine Kundenbefragung, die vom 16. bis 28. August in Oberwesel durchgeführt wurde. Dabei sollte herausgefunden werden, was der Kunde vom Einzelhandel erwartet und in wieweit Oberwesel diesen Wünschen gerecht wird. Die Ergebnisse sind in dem vorliegenden Band zusammengefasst.


Zu beachten ist, dass zum Zeitpunkt der Befragung der innerstädtische Supermarkt noch geschlossen war. 


Insgesamt erhielten wir 483 auswertbare Fragebögen zurück. 73 % des gesamten Rücklaufs (352 Fragebögen) erhielten wir durch die Fragebögen, die zwei Wochen lang in Oberweseler Geschäften, der Tourist-Information und dem Bürgerbüro ausgelegt waren und auch dort ausgefüllt abgegeben wer¬den konnten. 87 Fragebögen (18 %) erhielten wir über die Online-Befragung, welche im gleichen Zeitraum stattfand. Die restlichen 9 % (44 Fragebögen) wurden durch persönliche Interviews, welche im oben genannten Zeitraum vor allem im Bereich des Rewe und Lidl durchgeführt wurden. 


Die Beantwortungsquoten schwanken zwischen 483 (100 %) und 418 (86,5 %) bei den Fragen ohne Freitext. Die beiden Freitextfragen wurden von 292 (60,5 %) bzw. 177 Personen (36,6 %) beant-wortet. Der jeweilige Wert wird bei jeder Darstellung aufgeführt, Prozentangaben berücksichtigen nur die tatsächlich beantworteten Fragen.


An dieser Stelle sei ganz herzlicher Dank gesagt an all diejenigen, die bereit waren schriftlich oder mündlich die 12 Fragen zu beantworten. Aus vielen Fragebögen ist herauszulesen, wie sorgfältig und gewissenhaft die Fragen bearbeitet wurden. Dies zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben Bürger und Kunden mit ihrer persönlichen Meinung, ihren Wünschen und Bedürfnissen in den Prozess mit einzubinden.

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